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"Schulen ans Netz" feierte 10-jähriges Jubiläum – das Symposium zum Festakt stand unter dem Titel 'mobiles Lernen’

 

Die Initiative "Schulen ans Netz" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Telekom startete vor nunmehr zehn Jahren. Im Rahmen des Festaktes „Schulen ans Netz wird zehn“ fand vom 16. bis 17. Oktober 2006 ein Fachsymposium in der Hauptstadtzentrale der Deutschen Telekom statt. Für fraLine nahmen Thomas Knaus, Christian Struck und Niels Orlopp an der Feierstunde und am Symposium teil.

Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft wie die Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Ute Erdsiek-Rave und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG Kai-Uwe Ricke gratulierten dem Verein.

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Eine Auszeichnung erfolgreicher Schulprojekten sowie ein Fachvortrag mit Empfehlungen für die Bildungspolitik rundeten den Festakt ab.

Weitere Informationen:
www.schulen-ans-netz.de/presse/festakt/

Im anschließenden Fachsymposium bereicherte das Thema „mobiles Lernen“ mit Vorträgen und Diskussionen die gut vorbereitete und insgesamt sehr gelungene Veranstaltung.

Die Schulen sind mittlerweile mehrheitlich ‚am Netz’ – zumindest für die Frankfurter Schulen trifft dies zu: über das städtische Netz wurden in den letzten Jahren alle 153 Frankfurter Schulen breitbandig an das Internet angeschlossen. In Anbetracht tagtäglicher Störungen und Schwierigkeiten, die der Einsatz der Informationstechnologie im Unterricht mit sich bringt, erscheinen – zumindest heute noch – einige Forderungen oder Vorschläge recht futuristisch. Schließlich können die wenigsten Schulen in Deutschland auf einen organisierten Support – wie ihn die Frankfurter Schulen z.B. durch fraLine erhalten – zurückgreifen. Auch das ‚mobile Lernen’ steckt in der schulischen Praxis noch in den Kinderschuhen. In diesem Zusammenhang darf natürlich auch nicht verschwiegen werden, dass bisher noch keine Langzeitstudien über die Auswirkungen der Mikrowellenbestrahlung, wie sie der Einsatz von Mobiltelefonen oder WLAN generiert, vorliegen... Ging die Veranstaltung also an den konkreten Bedürfnissen der Schulen vorbei? Passt die neue Ausrichtung von ‚Schulen ans Netz’ zu den praktischen Notwendigkeiten des Schulalltags? Solche Fragen wurden eher am Rande der Veranstaltung diskutiert. Schließlich bieten Geburtstage immer die Gelegenheit innezuhalten, um einen Blick zurück wie auch nach vorne zu riskieren. Wichtig ist, dass ‚Schulen ans Netz’ die bundesweite Diskussion über ‚Neue Medien’ in Schulen am Leben hält, auch wenn nunmehr fast alle Schulen ‚am Netz’ sind.

In der Fachdiskussion kam auch das wichtige Thema Support zur Sprache: Der Schulleiter der Schule am Gutspark, Salzgitter Herr Heinz-Dieter Brand und die Medienforscherin Dr. Heike Schaumburg von der Humboldt-Universität in Berlin wiesen nicht nur auf weiterhin bestehende pädagogische Hürden hin, sondern stellten auch die Frage: Was bringt der PC in der Schule, wenn er nicht läuft?

Dr. Jürgen Bofinger vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung stellte die Argumente für die Zurückhaltung bei der Nutzung ‚Neuer Medien’ aus 2002 und 2006 gegenüber: Während 2002 noch das Gros der Lehrkräfte den Mehrwert des Einsatzes von ‚Neuen Medien’ im Unterricht bezweifelten, so wird heute als häufigster Grund für die Nicht-Nutzung die fehlende Zeit und die mangelnde Kompetenz im Umgang mit der Technik genannt. Ein Problem, das bundesweit noch verstärkter Aufmerksamkeit der Entscheider bedarf. Für Frankfurter Lehrerinnen und Lehrer gibt es bereits heute eine pragmatische, unbürokratische und kostenlose Unterstützung: die Unterrichtsbegleitung, im Sinne eines ‚Tandem-Konzepts’ aus Pädagoge & Techniker, die allen Frankfurter Lehrkräften die Unterstützung durch einen erfahrenen fraLine-Mitarbeiter für die persönliche Vorbereitung auf ein Unterrichtsvorhaben oder bei der Umsetzung eines konkreten Unterrichtsprojektes anbietet.

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